Sicher ist Ihnen schon aufgefallen, dass es auf dem Tages- und Festgeldkonto so gut wie keine Zinsen mehr gibt. Bei den kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherungen und festverzinslichen Wertpapieren (auch Rentenpapiere genannt) sieht es nicht viel besser aus. Dazu gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich das in den nächsten Jahren auch nicht ändert. Dafür gibt es einige Gründe. Einer ist die hohe Verschuldung von Staaten und Banken, die bei einem Zinsanstieg pleitegehen würden. Sie haben es einfach nicht geschafft, die niedrigen Zinsen für einen Schuldenabbau zu nutzen. Viele Staaten haben die niedrigen Zinsen genutzt noch mehr Schulden aufzunehmen.

Die Erklärungen für die heutige und zukünftige Zinssituation und Zinspolitik wären sehr komplex und die Hauptschuldigen dafür sind die Banken und die Regierungen inklusive der Notenbanken, das ist bekannt.

Ich möchte Ihnen hier nur kurz aufzeigen, was das für Ihr Kapital und für Ihre Zukunft bedeuten könnte.

Eins vorweg, der einzige Vorteil von Nullzinsen liegt in der viel leichteren Berechnung.

Betrachten wir doch einmal zwei Beispiele. Jemand möchte im Alter mit 67 Jahren eine Zusatzrente von 1.000,-€ haben (mit viel weniger sollten Sie auch nicht planen, da Sie das mindestens benötigen werden). Wenn diese Person nur 80 Jahre alt wird, dann benötigt sie dazu ein Mindestkapital von 156.000,-€ (13 Jahre mal 12 Monate mal 1.000,-€).

Ohne Zinsen müsste diese Person vom 20. Lebensjahr angefangen 277,-€ monatlich zurücklegen und wenn sie erst mit 30 beginnt wären es schon 351,-€ monatlich. Bei einem Start mit 40 Jahren sind es schon 481,-€ monatlich.

Dabei haben wir die Rechnung noch ohne die Inflation gemacht. Inflation bedeutet, dass sie jedes Jahr z.B. durch Preissteigerungen, etwas weniger an Waren für dieselbe Menge Geld bekommen oder anders ausgedrückt alles wird teurer.

Sie können das sehr schön an Dingen des täglichen Lebens beobachten. Wissen Sie noch wieviel Sie vor 10 Jahren für ein Brötchen bezahlt haben? Heute sind es rund 35 Cent und vor 10 Jahren waren es zwischen 26 und 28 Cent, das sind zwischen 2 und 3 Prozent Inflation (Wertverlust) pro Jahr.

Das scheint zunächst nicht so dramatisch, aber über einen Zeitraum von 30 Jahren würde 1,-€ bei 2 % p.a. Inflationsrate nur noch 0,54 € wert sein und bei 3% p.a. Inflationsrate wären es nur noch 0,40 €.

Das bedeutet, dass Sie für 1.000,-€ mit heutiger Kaufkraft in 30 Jahren rund das doppelte ansparen müssten und das ist sehr wohl dramatisch.

Bei einer Rendite Ihrer Geldanlagen von 7% pro Jahr sieht das obige Beispiel schon ganz anders aus:

Für 1.000,-€ monatlich über 13 Jahre ausgezahlt bräuchten Sie nur noch 104.000,-€ Kapital und das könnten Sie über 47 Jahre mit 28,-€ monatlich ansparen. Über 37 Jahre wären es 52,-€ und über 27 Jahre nur noch 112,-€ monatlich gegenüber 481,-€ ohne Zinsen.

Sie sehen, dass Sie wirklich nur Vermögen aufbauen können, wenn Ihr Geld auch arbeitet und Renditen erwirtschaftet.

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